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| 01:39 Uhr

Staatsanwaltschaft sagt Fußball-Randalierern den Kampf an

Leipzig. Fußball-Randalierer in Sachsen bekommen inzwischen die volle Härte des Gesetzes zu spüren. Davon ist die Staatsanwaltschaft Leipzig überzeugt. dpa/jc

Etliche Täter seien zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt worden, und die nächsten Instanzen hätten diese Urteile auch bestätigt, sagte Behördenleiter Hans Strobl am Dienstag. Bei der Staatsanwaltschaft sei ein Mitarbeiter darauf eingestellt, im Falle eines Falles sofort die Ermittlungen zu lenken. Das habe sich zuletzt nach dem Überfall von Neonazis auf ein Fußballspiel in Brandis bewährt."Wenn Sie nachverfolgen, wie schnell wir waren mit den ersten Anklagen und wie die Gerichte hohe Haftstrafen zur Abschreckung verhängen, dann ist das ein Erfolg", sagte Strobl. Ende Februar war ein 23-Jähriger vom Amtsgericht Leipzig wegen der Fußball-Randale von Brandis zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden (die RUNDSCHAU berichtete).Die Fußball-Krawalle gehören zu den Verfahren, die seit Jahren der Staatsanwaltschaft Leipzig viel Arbeit machen. Ein anderer Komplex ist die Drogenkriminalität. Die Messestadt sei "nach wie vor Zentrum für den Betäubungsmittel-Handel", sagte Strobl. Auch die Ermittlungen zum desaströsen Ende der Landesbank Sachsen LB beschäftigen mehrere Staatsanwälte. Strobl sagte, seine Behörde benötige eigentlich mehr Personal. Entsprechende Anträge seien in der Vergangenheit aber vom Justizministerium abgeschmettert worden. dpa/jc