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Solarworld informiert über Transfergesellschaft

Freiberg. Die Mitarbeiter des insolventen Fotovoltaik-Herstellers Solarworld sind am Montag in Freiberg vorsorglich über eine mögliche Transfergesellschaft informiert worden. Klarheit über einen Wechsel gebe es aber erst dann, wenn ein Kaufvertrag mit einer Investorengruppe zustande komme und die Gläubigerversammlung zustimme, sagte Thomas Schulz, Sprechers des Insolvenzverwalters Horst Piepenburg, am Montag. dpa/uf

Das zuständige Amtsgericht in Bonn hat für Freitag zu einer außerordentlichen Gläubigerversammlung geladen.

Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass in Freiberg nur 283 von mehr als 1000 Beschäftigen übrig bleiben sollen. Am Standort im thüringischen Arnstadt sollen es 180 sein. Nachdem in beiden Werken bereits Stellen abgebaut wurden, sollen nun 1200 Mitarbeiter aus beiden Standorten in eine Transfergesellschaft wechseln. Die Betroffenen wurden am Montag informiert. Für jeden von ihnen soll nun ein Profil auf Basis eines Interviews erstellt werden, hieß es. Das soll eine möglichst schnelle Weiterqualifizierung und Vermittlung erleichtern.

Die Solarworld AG hatte am 11. Mai Insolvenz angemeldet. Am 1. August war das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Bonner Konzerns eröffnet worden. Zuletzt hatten sich Hinweise verdichtet, dass Firmengründer Frank Asbeck mit Investoren aus Katar hinter dem Übernahmeangebot für die Fabri-ken in Freiberg und Arnstadt steckt. Bestätigt wurden diese nicht.

Für Details zu der Mitarbeiterversammlung am Montag in Freiberg war die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie zunächst nicht erreichbar.