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Silbermann-Haus in Freiberg vor Wiedereröffnung

Freiberg. Der Umbau macht's möglich: Das Wohn- und Atelierhaus des berühmten Orgelbauers Gottfried Silbermann in Freiberg (Landkreis Mittelsachsen) kann wieder durch die frühere Tür betreten werden. Während der gut sieben Monate dauernden Rekonstruktionsarbeiten wurde unter anderem auch der einst zugemauerte Eingang freigelegt. dpa/pb

Am 19. August wird das Silbermann-Haus wiedereröffnet.

In dem 1601 vom früheren Oberbergmeister Martin Weigelt errichteten Haus hat künftig nicht nur die Silbermann-Gesellschaft, sondern auch die Tourist-Information ihr neues Domizil. Wo von 1711 bis zu seinem Tod 1753 der Instrumentenbauer lebte und arbeitete, werden künftig Besucher der Stadt Freiberg beraten sowie Zimmer vermittelt, Besichtigungsprogramme zusammengestellt oder auch Tickets und Souvenirs verkauft.

Das Silbermann-Haus hat eine wechselhafte Geschichte. Es war Sitz eines Regiments, bis ins 19. Jahrhundert hinein Orgelbau-Werkstatt, Eichamt und Domschule sowie Zigarrenfabrik. Nach der Wende wurde das Haus dann umfassend saniert und für die Nutzung durch eine Bank hergerichtet. Dabei wurde das alte Hauptportal zugemauert.

Seit 1999 hat die Silbermann-Gesellschaft in dem Haus ihren Sitz und bekommt nun mehr Ausstellungsfläche. Neben dem ersten Stockwerk werden künftig auch im Erdgeschoss Exponate aus dem Leben und Arbeiten des Orgelbauers ausgestellt.