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SED-Opfer gegen Ministerin Stange

Dresden.. Der Streit um die von der SPD als Wissenschaftsministerin benannte Eva-Maria Stange spitzt sich zu.

„Wenn Frau Stange qua Amt Vorsitzende des Stiftungsrates Sächsischer Gedenkstätten wird, treten wir dort aus“ , sagte Bernd Müller-Kaller von der Vereinigung der Opfer des Stalinismus im Nachrichtenmagazin „Focus“ . Als langjähriges SED-Mitglied sei die frühere Bundesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW „nicht akzeptabel“ .
Die Stiftung sächsische Gedenkstätten betreut unter anderem Erinnerungsorte wie das ehemalige DDR-Zuchthaus Bautzen. Dem Stiftungsrat steht der Wissenschaftsminister in Sachsen automatisch vor. Am 3. Juli hatte SPD-Landeschef Thomas Jurk die 49-jährige Stange als Nachfolgerin von Barbara Ludwig (SPD) vorgeschlagen, die zur Oberbürgermeisterin von Chemnitz gewählt worden war. Stange war von 1997 bis 2005 Bundesvorsitzende der GEW. Die Gewerkschafterin war 1979 in die SED eingetreten. 1988 trat sie aus der Partei aus, weil ihrer Meinung nach „eine Erneuerung und eine Vorwärtsentwicklung mit dieser Partei nicht möglich war“ .
Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) hatte angekündigt, sich nicht in die Personalpolitik der SPD einmischen zu wollen. (ddp/nm)