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Sanierung von Uran-Altstandorten in Sachsen wird fortgesetzt

Bad Schlema feierte gestern 15 Jahre Sanierung von Altstandorten.
Bad Schlema feierte gestern 15 Jahre Sanierung von Altstandorten. FOTO: dpa
Bad Schlema. Sachsen und die Bundesregierung wollen weiter gemeinsam die Sanierung von Altstandorten des Uranbergbaus über das Jahr 2022 hinaus finanzieren. Bereits vor der Bundestagswahl sollen die Gespräche über ein Nachfolgeabkommen beginnen, sagte Thorsten Herdan, Abteilungsleiter für Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium, am Mittwoch in Bad Schlema. Martin Kloth

Es sei eine überraschend positive Botschaft des Tages, dass man schon jetzt in die Verhandlungen einsteige, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig. "Wenn man jetzt schon das Signal geben kann, dass uns bewusst ist, dass es eine Fortsetzung gibt, dann feiern wir nicht nur rückblickend 15 Jahre Sanierung, sondern wir haben eine Perspektive", sagte der SPD-Politiker.

In Bad Schlema wurden am Mittwoch 15 Jahre Sanierung von Altstandorten gefeiert. 2002 hatten sich Sachsen und der Bund auf eine gemeinsam finanzierte Sanierung geeinigt. Bis 2013 wurden 78 Millionen Euro investiert, bis 2022 sind weitere 138 Millionen gesichert. Bund und Freistaat Sachsen teilen sich die Gesamtkosten von 216 Millionen Euro jeweils zur Hälfte.

Insgesamt 246 von 318 Projekten wurden bis 2016 an 46 Standorten abgeschlossen.