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| 15:12 Uhr

Geschichte
Sanierung des Völkerschlachtdenkmal vor Abschluss

Fast fertig: Blick auf das wieder mit Wasser gefüllte Wasserbecken vor dem Völkerschlachtdenkmal.
Fast fertig: Blick auf das wieder mit Wasser gefüllte Wasserbecken vor dem Völkerschlachtdenkmal. FOTO: dpa / Jan Woitas
Leipzig.  Die Instandsetzung des Leipziger Völkerschlachtdenkmals wird voraussichtlich in diesem Herbst weitgehend beendet sein. dpa/uf

„Die Sanierung des großen Wasserbeckens vor dem Monument ist zu einem großen Teil abgeschlossen“, sagte der Leiter des Denkmals, Steffen Poser. Das 162 Meter lange und bis zu 79 Meter breite Becken sei so angelegt worden, dass sich das Denkmal komplett darin spiegelt, somit doppelt erscheint und noch imposanter wirkt. Um das Monument herum – es ist der höchste Denkmalsbau in Europa – stünden unter anderem noch Wegearbeiten an.

Das Denkmal selbst – im Volksmund auch „Völki“ genannt - war zu seinem 100-jährigen Bestehen 2013 aufwendig saniert worden. Feuchtigkeit, Kriegsschäden und Verfall hatten dem martialischen Koloss in den vergangenen Jahrzehnten stark zugesetzt. Die Summe, die in die Restaurierung des Denkmals und der umliegenden Anlagen floss, werde bei voraussichtlich 32 Millionen Euro liegen, sagte Poser. Das Geld kam von Land und Bund sowie der Stadt Leipzig. Zudem warb ein Förderverein eifrig um Spenden und verkaufte „Stifterbriefe“. Rund 20 Prozent der Summe seien über Spenden beigetragen worden.

Das riesige Denkmal ist nicht unumstritten. Die Figurensprache ist einschüchternd und nationalistisch zugleich. Museumschef Poser wirbt stets für eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Denkmal und seiner Entstehungsgeschichte. Auf jeden Fall ist das „Völki“, von dessen Aussichtsplattform man einen weiten Blick über Leipzig hat, auch ein Besuchermagnet. Laut Poser steigen die Besucherzahlen seit 2013 kontinuierlich an. Im vergangenen Jahr seien 270 000 Gäste gekommen, im Jahr davor seien 260 000 gezählt worden.

Das Völkerschlachtdenkmal war im Oktober 1913 eingeweiht worden, also 100 Jahre nach der Niederlage der Truppen Napoleon Bonapartes gegen die verbündeten Armeen Russlands, Österreichs, Schwedens und Preußens. Vom 16. bis 19. Oktober 1813 kämpften 500 000 Soldaten, 90 000 von ihnen fielen. Bis zum Ersten Weltkrieg geht die Schlacht als die blutigste in die Geschichte ein.