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Sächsische Familie erhält im Schulstreit Unterstützung

Dresden. Die sächsische Familie, die die Gerichtsentscheidung zur Bildungsempfehlung in Sachsen angestrengt hatte und deren Tochter dennoch abgewiesen wurde, erhält jetzt Unterstützung aus der Landespolitik. Die Schulsprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Petra Zais, erklärte, der Fall zeige, dass es Gründe geben kann, die gegen die strenge Auslegung der Zugangsvoraussetzungen sprechen: "Es gab keinen Grund anzunehmen, dass das Mädchen das Abitur nicht schaffen würde. ckz1

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Die Bildungsagentur, die den Widerspruch der Eltern gegen die Oberschul-Empfehlung für ihre Tochter abgewiesen hatte, will derzeit noch nichts zu dem noch nicht abgeschlossenen Verfahren sagen. Man sichere aber den Eltern zu, dass "der Ausgang des Widerspruchsverfahrens keine negativen Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Schullaufbahn ihres Kindes am Gymnasium haben wird", erklärte eine Agentur-Sprecherin.

Der Widerspruch der Eltern gegen die Oberschul-Empfehlung für ihre Tochter war abgewiesen worden, obwohl das sächsische Schulgesetz inzwischen geändert wurde. Der Landtag in Dresden hatte in der vergangenen Woche beschlosssen, dass auch Schüler mit weniger als der Note 2,0 in Mathematik, Deutsch und Sachkunde nach der vierten Klasse ans Gymnasium gehen können.

Auch durch die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts gehen die Türen zu den sächsischen Gymnasien ein Stück weiter auf. Künftig können auch laut Gericht Schüler mit einer Drei in einem der wichtigen Fächer ans Gymnasium wechseln. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Elterngespräch und eine Prüfung.