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| 02:39 Uhr

Sachsens Polizei Vorreiter bei Einsatz von Elektro-Streifenwagen

Die ersten zehn Polizei-Elektrofahrzeuge vom Typ Smart wurden im Dezember in Dresden an die sächsische Polizei übergeben.
Die ersten zehn Polizei-Elektrofahrzeuge vom Typ Smart wurden im Dezember in Dresden an die sächsische Polizei übergeben. FOTO: dpa
Dresden. Sachsens Polizei hat bei der E-Mobilität die Nase vorn. 39 voll ausgerüstete Funkstreifenwagen und fünf Transporter sind im Freistaat bereits elektrisch unterwegs. dpa/uf

"Mit dem umfangreichen Testprojekt hat Sachsens Polizei eine bundesweite Vorreiterstellung eingenommen", sagte Innenminister Markus Ulbig (CDU). Er hoffe deshalb, dass sich Emopol (Elektromobilität bei der Polizei Sachsen) zum "Exportschlager" entwickle.

Im Rahmen des Projekts werden die Nutzungsmöglichkeiten der E-Autos untersucht und beschrieben. Außerdem werden technische Ziele definiert. "Mitte 2018 wollen wir unsere Daten veröffentlichen", sagt Daniel Brause, Sachbearbeiter Technik bei Emopol.

Schon jetzt ist Emopol ausgezeichnet: Vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) als Sieger im Wettbewerb "Innovation schafft Vorsprung". Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums und wurde am Dienstag in Berlin vergeben.

"Wir sind die einzige Polizei mit elektrisch angetriebenen Funkstreifenwagen", sagte Brause. In anderen Bundesländern habe die Polizei zwar auch Elektrofahrzeuge im Einsatz, aber keine Streifenwagen mit Sondersignal- und Digitalfunkanlage und ohne merkliche Reichweiteneinschränkungen. "Insofern ist das schon einmalig."

Als E-Streifenwagen sind seit Mitte vergangenen Jahres 24 Mercedes B-Klasse-Modelle sowie 15 Renault Zoe im Einsatz. Genutzt werden sie vor allem von Bürgerbeamten und dem Kriminaldienst. Bei den Kollegen seien die Wagen beliebt, sagt Brause. "In manchen Revieren streiten sich die Kollegen regelrecht darum, wer das Fahrzeug bekommt."

Ein Vorteil sei auch die Möglichkeit, die künstlichen Fahrgeräusche des E-Streifenwagens, die Fußgänger vor den ansonsten lautlosen Fahrzeugen warnen sollen, abzuschalten. "Das kann wichtig sein, wenn man zu einem Einsatzort unterwegs ist." Auch die gute Beschleunigung sei hilfreich.

Neben weniger Lärm und Schadstoffbelastungen erhofft sich die sächsische Polizei von dem sparsamen Umgang mit fossilen Ressourcen auch das Image einer sparsamen, umweltfreundlichen Behörde. Kosten und Nutzen stehen laut Brause in gutem Verhältnis.