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| 15:08 Uhr

Landtag macht den Weg frei
Sachsen will neues Sorben-Abkommen

Der Landtag machte den Weg für Verhandlungen frei.
Der Landtag machte den Weg für Verhandlungen frei. FOTO: ZB / Zentralbild
Dresden . Sachsen will mit der Bundesregierung und dem Land Brandenburg Verhandlungen über ein neues Finanzierungsabkommen über die Stiftung für das sorbische Volkaufnehmen-

Der sächsische Landtag hat den Weg für ein neues Finanzierungsabkommen über die Stiftung für das sorbische Volk freigemacht. Das Länderparlament stimmte am Dienstag mehrheitlich einem entsprechenden Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und SPD zu. Damit werde Sachsen mit der Bundesregierung und dem Land Brandenburg Verhandlungen über ein neues Finanzierungsabkommen aufnehmen, erklärte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Das jetzige, dritte Finanzierungsabkommen läuft 2020 aus.

Stange erklärte, der Freistaat wolle eine verlässliche und ausreichende finanzielle Perspektive für die Stiftung für das sorbische Volk. Daher sei es das Ziel, rechtzeitig in entsprechende Verhandlungen einzutreten.

Die Stiftung für das sorbische Volk unterstützt die Pflege und Entwicklung der sorbischen Sprache und Kultur. Sie wird aktuell mit 18,6 Millionen Euro jährlich finanziert. Der Bund zahlt die Hälfte, Sachsen steuert 6,2 Millionen und Brandenburg 3,1 Millionen Euro bei. Mit dem Geld werden unter anderem Einrichtungen wie das Sorbische National-Ensemble, die Domowina mit dem Witaj-Sprachzentrum, der Domowina-Verlag, das Sorbische Institut, das Deutsch-Sorbische Volkstheater, das Sorbische Museum, das Wendische Museum und die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur unterstützt.

Schätzungen zufolge leben in Brandenburg rund 20.000 überwiegend evangelische Wenden und in Sachsen rund 40.000 überwiegend katholische Sorben.

ost

(epd/uf)