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Sachsen weiter Spitzenreiter beim bundesweiten Bildungsmonitor

FOTO: Frank Rumpenhorst (dpa)
Dresden/Berlin. Über die Qualität des sächsischen Schulunterrichts wird derzeit heftig debattiert. Kritiker sehen in der hohen Zahl von Lehrer- Seiteneinsteigern ein Risiko. Doch bislang steht Sachsen gut da. dpa

Das Dutzend ist voll: Trotz akuten Lehrermangels belegt Sachsen im bundesweiten Bildungsmonitor weiter den Spitzenplatz - zum zwölften Mal in Folge. In der am Donnerstag von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Berlin vorgelegten Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln kommt der Freistaat auf 70,4 Punkte vor Thüringen (63,8) und Bayern (61,4). Die Untersuchung der wirtschaftsnahen Initiative bewertet anhand 93 Indikatoren, inwieweit ein Bundesland Bildungsarmut reduziert, zur Fachkräftesicherung beiträgt und Wachstum fördert.

„Die Studie belegt, dass Sachsen nicht nur über eines der leistungsfähigsten, sondern auch sozial gerechtesten Schulsysteme in Deutschland verfügt“, hob Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) hervor. In Zeiten eines tiefgreifenden Generationswechsels in den Lehrerzimmern sei dieser Erfolg nicht selbstverständlich und nicht zuletzt auch der sehr guten Arbeit der Lehrerinnen und Lehrern zu verdanken.

Sachsen schneidet in den meisten der zwölf untersuchten Handlungsfelder sehr gut ab. Besondere Stärken werden dem Freistaat bei der Förderinfrastruktur (Platz 1), der Schulqualität (Platz 1) und der Vermeidung von Bildungsarmut (Platz 1) attestiert. So erreichten die sächsischen Schüler beim Lesen 2015 die besten Ergebnisse. Auch bei den Vergleichstest in Mathematik und Naturwissenschaften lagen sie vorn.

Defizite gibt es bei der vergleichbar hohen Zahl von Schülern ohne Hauptschulabschluss. 2015 lag die Zahl der Schulabbrecher mit 8,2 Prozent in Sachsen höher als im Bundesdurchschnitt (5,6 Prozent). Auch die Abbrecherquote unter Schülern mit ausländischen Wurzeln war im Freistaat mit 14,8 Prozent höher als im bundesweiten Schnitt (11,8 Prozent). Kritisiert wird auch die unausgewogene Altersstruktur der Lehrer gesehen. Nur in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist sie noch problematischer.