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| 07:43 Uhr

Vereinbarung
Sachsen und Georgien wollen bei Abschiebungen kooperieren

Sachsens Innenminister Roland Wöller (Foto) hat sich mit dem georgischen Botschafter Elguja Khokrishvili am Montag in Dresden darauf verständigt, dass bei Anschieungen enger zusammengearbeitet wird.
Sachsens Innenminister Roland Wöller (Foto) hat sich mit dem georgischen Botschafter Elguja Khokrishvili am Montag in Dresden darauf verständigt, dass bei Anschieungen enger zusammengearbeitet wird. FOTO: dpa / Monika Skolimowska
Dresden. Der Freistaat Sachsen und Georgien wollen künftig enger bei der Abschiebung von Straftätern und abgelehnten Asylbewerbern kooperieren. Darauf hätten sich Innenminister Roland Wöller (CDU) und der georgische Botschafter Elguja Khokrishvili am Montag in Dresden geeinigt, teilte das Ministerium mit.


Beide seien sich einig gewesen, dass Deutschland dringend verlässliche Vereinbarungen mit den Herkunftsländern brauche, damit diese ihre Staatsbürger zurücknehmen.

Zudem stimmten Wöller und der Botschafter laut der Mitteilung überein, dass Georgien als sicheres Herkunftsland eingestuft werden soll - und zwar möglichst noch in diesem Sommer.

Deutschland und andere EU-Staaten sehen sich laut Ministerium seit dem Wegfall der Visumpflicht für Georgier mit einer gestiegenen Zahl von Asylanträgen konfrontiert.

Nach aktuellen Statistiken registrierten deutsche Behörden zuletzt rund dreimal so viele Erstanträge von Georgiern wie vor der Visaliberalisierung Ende März 2017. Von Januar bis März 2017 wurden demnach in Sachsen 110 Erstanträge von Georgiern gestellt. Im gleichen Zeitraum dieses Jahres waren es 302. Die Anerkennungsquote ist gering, in Sachsen liegt sie derzeit bei unter einem Prozent.

(dpa)