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| 02:37 Uhr

Sachsen: Tarifverhandlungen für Einzelhändler vertagt

Weimar. Für Zehntausende Einzelhandel-Beschäftigte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist noch neuer Tarifvertrag in Sicht. Die Tarifvertragsparteien gingen am Montag in Weimar nach der zweiten Verhandlungsrunde ohne Annäherung auseinander. dpa/kr

Die Arbeitgeber hätten nicht wie erwartet ein verbessertes Angebot vorgelegt, erklärte der Verdi-Verhandlungsführer , Jörg Lauenroth-Mago.

Verdi werde die Warnstreiks im Einzelhandel der drei Länder fortsetzen, kündigte er an. Nach den Angaben sollen die Verhandlungen am 18. Juli in Leipzig in die dritte Runde gehen. Der Einzelhandel beschäftigt nach Gewerkschaftsangaben in Sachsen rund 120 000 Mitarbeiter, in Thüringen rund 60 000 und in Sachsen-Anhalt rund 65 000 Mitarbeiter.

Verdi fordert eine Anhebung der Entgelte um sechs Prozent. Außerdem will die Gewerkschaft ein Jahresplus von 300 Euro für Mitglieder als Ausgleich für deren Mitgliedsbeitrag sowie höhere Ausbildungsvergütungen erreichen. Die Arbeitgeber boten bisher ab 1. August 1,5 Prozent mehr und ab Juni 2018 nochmals ein Prozent mehr Geld. Außerdem stellten sie eine Einmalzahlung von 150 Euro in Aussicht.