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Jura
Jura in der 6. Klasse

Schloss und ehemalige Parkfläche.
Schloss und ehemalige Parkfläche. FOTO: Christine Keilholz
Dresden. Sachsen will Oberschüler zu mehr Demokratie erziehen. Von Christine Keilholz

Rechtsanwälte, Richter und Staatsanwälte sollen an die Schulen kommen, um dort Staat und Demokratie zu erklären. So die Idee. Umgesetzt wird sie derzeit probehalber an 15 Oberschulen, darunter die Gottlieb-Daimler-Schule in Bautzen und die Oberschule am Planetarium Hoyerswerda. Ab dem nächsten Schuljahr soll das Programm allen sächsischen Oberschulen zur Verfügung stehen.

Das Programm zur Demokratieerziehung beginnt mit einem Modul zum „Umgang mit Wahrnehmung und Wahrheit“. Dabei wird den Schülern erklärt, wie eine strafrechtliche Hauptverhandlung läuft. Sie lernen juristische Fragetechnik und dadurch letztlich den Umgang mit Begriffen wie Wahrnehmung, Lüge, Wahrheit, Subjektivität und Gerechtigkeit. Das soll helfen, unser demokratisches Zusammenleben und unser Wertesystem besser zu verstehen. So erklärten das die Fachleute aus Bildungsinstitut und Justiz, die das Programm erarbeitet und bereits erprobt haben, gestern bei der Auftaktveranstaltung in Dresden.

Das neue Unterrichtsmodul wird in den regulären Unterricht der 6. Klasse eingebaut in die Fächer Ethik und Religion. Dort erleben die Schüler den Ablauf einer simulierten Gerichtsverhandlung mit Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten. Die Schüler werden mit verschiedenen Wahrnehmungen.