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| 16:54 Uhr

Am Montag beginnt in Sachsen wieder die Schule
Mehr als 200 Lehrer fehlen

Wenn die Lehrer fehlen, könnte wieder so mach Unterrichtsausfall drohen.
Wenn die Lehrer fehlen, könnte wieder so mach Unterrichtsausfall drohen. FOTO: dpa / Caroline Seidel
Dresden. Das neue Schuljahr startet mit unbesetzten Stellen. Ohne Seiteneinsteiger geht gar nichts mehr. Von Christine Keilholz

Für den Unterrichtsbeginn in der kommenden Woche konnten nicht alle freien Lehrerstellen besetzt werden, gab Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Donnerstag in Dresden bekannt.

Von den 1100 ausgeschriebenen Stellen konnten bislang nur 870 besetzt werden. „Das Gesamtergebnis kann uns nicht zufriedenstellen“, sagte Piwarz, „war allerdings angesichts der Bewerberlage zu erwarten.“ Hoffnungen setzt der Minister auf das Lehrerpaket, das im nächsten Jahr in Kraft treten soll. Mit dem Paket werde „eine Verbesserung der Situation eintreten“, so Piwarz. Die Grünen-Landtagsabgeordnete Petra Zais glaubt indes nicht, dass mit den darin vorgesehenen Stundenkürzungen in Sport Lehrer für andere Fächer zu gewinnen seien. Damit knüpfe Piwarz „nahtlos an die Fehlleistungen seiner Vorgänger“ an, meint Zais.

Unter den Neuanfängern im Lehrbetrieb sind 329 Seiteneinsteiger aus anderen Berufen. Sie haben seit Mai eine dreimonatige Qualifizierung absolviert und werden gleich zu Beginn des neuen Schuljahres an den Schulen tätig sein. Auf die 1100 freien Stellen hatten sich 828 ausgebildete Lehrer und 1071 Seiteneinsteiger beworben.

Sachsen hat seit Jahren mit wachsenden Schülerzahlen zu tun. Am Montag starten 406 500 Schüler an den öffentlichen Schulen im Freistaat – das sind 4600 mehr als im vergangenen Jahr. Hinzu kommen knapp 70 000 Schüler an den 405 freien Schulen. Damit hat sich die Lage seit dem Vorjahr verschärft. Vor einem Jahr konnte Piwarz‘ Vor-Vorgängerin Brunhild Kurth (CDU) noch nahezu alle ausgeschriebenen Stellen besetzen.