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| 10:46 Uhr

Betrüger am Werk
Rentnerin fällt auf Trickbetrüger herein und verliert 25 000 Euro

 Immer wieder gelingt es Betrügern, Senioren zu verunsichern und ihnen mit fadenscheinigen Begründungen Geld abzuknöpfen.
Immer wieder gelingt es Betrügern, Senioren zu verunsichern und ihnen mit fadenscheinigen Begründungen Geld abzuknöpfen. FOTO: Andrey Popov - stock.adobe.com / Andrey Popov
Dresden. Eine 82 Jahre alte Frau ist in Dresden Opfer eines Trickbetrügers geworden. Sie verlor dabei 25 000 Euro, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Ein unbekannter Mann habe bereits am Freitag mehrfach bei der Rentnerin angerufen und sich als Polizeibeamter vorgestellt. Dabei habe er angegeben, dass bei einem Einbrecher der Name der Frau auf einer Liste mit potenziellen Opfern gefunden worden sei und sie dort an oberster Stelle stehe. Sie solle von ihrem Konto 25 000 Euro abheben und das Geld in einen Stoffsack vor die Tür ihres Wohnhauses legen, ein Kollege werde das Geld sicherstellen. Die Frau folgte dem.

Am nächsten Tag rief der angebliche Polizist den Angaben zufolge wieder an und brachte die Seniorin dazu, weitere 15 000 Euro von ihrem Konto abzuheben, hieß es. Sie hatte laut der Mitteilung am Telefon angegeben, dass sie noch mehr Geld besitze. Die Wiederholung des Trickbetruges scheiterte daran, dass die Bank bereits geschlossen hatte. Die Frau habe sich einem Taxifahrer anvertraut, der sie zu einem Polizeirevier fuhr.

Die Polizeidirektion Dresden warnte erneut vor Trickbetrügern: Die Täter benutzten oft technisches Gerät, mit dem bei dem Angerufenen auf dem Telefondisplay die Nummer 110 auftaucht. Damit solle ein Anruf von der Polizei vorgetäuscht werden. Die 110 sei eine reine Notrufnummer, die Polizei melde sich niemals unter dieser Nummer, teilte das Lagezentrum mit.

(dpa)