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| 01:51 Uhr

Prozess in Chemnitz: Richter hängt Piratenflagge nochmal ins Fenster

Chemnitz. Der Prozess um eine Piratenflagge im Fenster einer Wohnung geht in die nächste Runde. Das Landgericht Chemnitz hat am gestrigen Donnerstag den Tatort in Augenschein genommen. dpa/ald

Für eine knappe halbe Stunde durfte eine 45 Jahre alte Mieterin am Donnerstagnachmittag die schwarze Gardine mit weißem Totenkopf wieder ins Kinderzimmer hängen. Richter Andreas Frei gab zu Protokoll, die Flagge wirke "durchaus dominant". In dem Prozess hatte der Vermieter die Mieterin auf Schadenersatz verklagt, weil nach seinen Angaben zwei Mietinteressenten wegen der Piratenflagge abgesprungen seien. Den Schaden bezifferte er auf etwa 700 Euro. In der ersten Instanz hatte ihm das Chemnitzer Amtsgericht Ende 2010 Recht gegeben. Der Prozess wird am 21. Oktober fortgesetzt.