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Prozess gegen die "Gruppe Freital" beginnt Anfang März

Dresden. Acht Mitglieder der mutmaßlich rechtsterroristischen "Gruppe Freital" müssen sich ab März vor dem Oberlandesgericht Dresden verantworten. Der Staatsschutzsenat habe die Anklage der Bundesanwaltschaft zur Hauptverhandlung zugelassen, teilte das Gericht am Dienstag mit. dpa/uf

Bis Ende September sind mehr als 60 Verhandlungstage angesetzt.

Den sieben Männern und einer Frau im Alter zwischen 19 und 38 wird neben der Bildung einer terroristischen Vereinigung unter anderem auch versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und die Herbeiführungen von Sprengstoffexplosionen vorgeworfen. Sie werden für fünf fremdenfeindliche oder politisch motivierte Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte oder politische Gegner verantwortlich gemacht.

Mit den Anschlägen wollten die Beschuldigten laut Anklage "ein Klima der Angst und Repression" erzeugen. Ihre Attacken hätten sie vor allem mit in Deutschland nicht zugelassenen Feuerwerkskörpern aus Tschechien verübt. Die Gruppe soll sich nach Erkenntnissen der Ermittler auch mit dem Bau von Rohrbomben beschäftigt haben.

Der Terror-Prozess wird in einem speziellen Funktionsgebäude auf dem Gelände einer geplanten Flüchtlingsunterkunft stattfinden, da die eigentlichen Säle des Oberlandesgerichts im historischen Ständehaus im Zentrum Dresdens weder den Sicherheitsanforderungen noch dem zu erwartenden Medieninteresse entsprechen.