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| 01:27 Uhr

Polizei stellt dreimal soviel Personal ein

Chemnitz.. Die Polizei in Sachsen wird einem Medienbericht zufolge ab dem kommenden Jahr die Zahl ihrer Neueinstellungen verdreifachen.

Statt wie bisher pro Jahr 100 Schulabgänger auszubilden, müssten es 300 sein, bestätigte gestern das Innenministerium in Dresden einen entsprechenden Zeitungsbericht. Grund sei die Überalterung bei der Polizei. Der Altersdurchschnitt liege bei 42,5 Jahren, jeder dritte der knapp 12 000 Beamten sei bereits über 50.
Um genügend Nachwuchs einstellen zu können, sollen auch die Auswahlkriterien aufgeweicht werden. So solle der erforderliche Notendurchschnitt ebenso wie die Anforderungen an die körperliche Fitness sinken. Es bleibe aber bei dem umfangreichen, dreitägigen Auswahlverfahren, sagte ein Ministeriumssprecher.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Sachsen begrüßte die Zunahme bei den Neueinstellungen, bewertet sie aber als nicht ausreichend. "Ab 2009 gehen jährlich 400 bis 450 Beamte in den Ruhestand", sagte GdP-Chef Matthias Kubitz. Bei 300 Neueinstellungen würde der Stellenabbau unvermindert weiter gehen. Mit der Abschaffung des Numerus clausus und der Modifizierung des Sporttests habe man keine Probleme. Wenn Bewerber weniger Liegestützen schafften, sei das nicht schlimm. Nur bei Psychologie- und Intelligenztests dürften keine Abstriche gemacht werden, sagte Kubitz. (ddp/mb)