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| 02:56 Uhr

Politiker muss ein Spitzenjob sein

Seit dem Jahr 2010 steigen die Aufwandsentschädigungen für Sachsens Parlamentarier jedes Jahr im August. Das Verfahren hatte die damalige CDU-FDP-Regierung so beschlossen.

Der Vorteil: Das Plus kommt dadurch scheibchenweise und in moderater Höhe.

Der Nachteil: Wer sich gern über Politiker aufregt, kann das jedes Jahr wieder tun. Immer im August, mitten im sommerlichen Nachrichtenloch.

Macht ja auch Spaß, das Schimpfen über eine angeblich raffgierige Politikerklasse, die sich selbst ein sattes Gehaltsplus gönnt.

Aber eben weil das so ist, ist es nicht so. Jeder Politiker kennt diese Vorwürfe. Jeder weiß, wie der Debattenwind weht beim Thema Diäten. Jeder weiß am Ende auch, dass deshalb Maß gehalten werden muss.

Politiker sollte ein Spitzenjob sein, der von Spitzenleuten gemacht wird. Und nur, weil es von außen so einfach aussieht - in Sitzungen hocken, Kaffee trinken und reden - kann es noch lange nicht jeder machen. Wie jede größere Firma setzt sich auch ein Parlament zusammen aus Leistungsträgern und, sagen wir, Duckmäusern. Da gibt es auch Alphatiere, Rampensäue und Frühstücksdirektoren.

Aber sie alle sollten gut verdienen. Damit die wirklich guten Leute weiterhin in die Politik wollen.

politik@lr-online.de