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Planung für Schnellbahn nach Prag soll bald beginnen

Ein Mitarbeiter der Bahn geht am 09.08.2017 auf der neuen Gleisanlage des Verkehrsknotenpunktes Ostkreuz in Berlin während eines Baustellen-Rundgangs der Deutschen Bahn zum Stand der Arbeiten am Bahnhof über das Gleisbett. Foto: Wolfgang Kumm/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein Mitarbeiter der Bahn geht am 09.08.2017 auf der neuen Gleisanlage des Verkehrsknotenpunktes Ostkreuz in Berlin während eines Baustellen-Rundgangs der Deutschen Bahn zum Stand der Arbeiten am Bahnhof über das Gleisbett. Foto: Wolfgang Kumm/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Wolfgang Kumm (dpa)
Dresden/Berlin. Deutschland und Tschechien haben sich am Freitag grundlegend auf den Bau einer Schnellbahnstrecke Dresden-Prag geeinigt. Nun drückt Sachsen bei der Umsetzung aufs Tempo. dpa/bob

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) hofft, dass die Planungen für die Schnellbahnstrecke Dresden-Prag bald in Angriff genommen werden. Nachdem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und sein tschechischer Amtskollege Dan Tok am Freitag eine Absichtserklärung für den Bau unterzeichnet haben, soll die Strecke im Bundesverkehrswegeplan als "vordringlich" ausgewiesen werden. "Wir können jetzt planen. Und es sollte auch so schnell wie möglich weitergehen", erklärte Dulig am Samstag.

Mit der 43 Kilometer langen Bahn-Trasse könnte die Reisezeit zwischen Sachsen und Tschechien von derzeit zwei auf weniger als eine Stunde verkürzt werden. Es ist auch ein Tunnel vorgesehen. Das Elbtal soll vom Lärm entlastet werden. Eine neue Arbeitsgruppe soll die Planungen auf beiden Seiten der Grenze koordinieren.

Dulig forderte außerdem, dass der Bund auch die anderen von Sachsen angemeldeten Schienenprojekte in den vordringlichen Bedarf aufnehmen müsse. Die Strecken von Chemnitz nach Leipzig und von Dresden nach Görlitz müssten endlich elektrifiziert werden.

Der Bundesverkehrswegeplan legt fest, welche Straßen-, Schienen- und Wasserverbindungen vorrangig ausgebaut werden.