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Parteien in Leipzig machen mobil gegen Uni-Kürzungen

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung will sich mit den Kürzungen an seiner Uni nicht abfinden.
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung will sich mit den Kürzungen an seiner Uni nicht abfinden. FOTO: dpa
Leipzig. Die im Leipziger Stadtrat vertretenen Parteien wehren sich gegen Kürzungspläne für die Universität – nur die CDU hält sich heraus. Jörg Aberger / dpa/bl

Mit einer parteiübergreifenden Resolution haben Politiker in Leipzig die Landesregierung zur Rücknahme der Kürzungspläne für die Universität aufgefordert. Eine seit Jahren steigende Zahl von Studierenden könne nicht mit der Schließung von Instituten und einer reduzierten Finanzierung beantwortet werden, heißt es in dem am Donnerstag an Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) übergebenen Papier, wie die Stadt mitteilte. Unterschrieben haben die Resolution den Angaben zufolge neben Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) alle im Stadtrat vertretenen Fraktionen außer der CDU.

"Die Einsparung ganzer Universitätsinstitute nach einer Reihe harter Sparmaßnahmen mit Stellenabbau und Reduktion von Lehr- und Forschungskapazitäten sind die Tiefpunkte einer Hochschulpolitik, die der Universität Leipzig genauso wie der Stadt Leipzig schadet", erklärten die Politiker. Sie betonten die "herausragende Bedeutung von Wissenschaft und Lehre für die Kultur und Wirtschaftskraft Leipzigs". Zudem hänge die Anziehungskraft der Stadt entscheidend von der Attraktivität ihrer Hochschulen ab. 38 000 Studierende, die in Leipzig lebten, prägten die Stadt.

Die Universität Leipzig soll trotz steigender Studentenzahlen nach den Vorgaben des sächsischen Wissenschaftsministeriums bis zum Jahr 2020 insgesamt 170 ihrer rund 2000 Stellen streichen. Von dem bislang durch das Rektorat verkündeten Abbau betroffen sind besonders die Institute für Pharmazie, Theaterwissenschaft und Archäologie, die komplett geschlossen werden müssen.