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| 09:48 Uhr

Oberbergamt zählt Einsprüche aus - Ringen um Tagebau Nochten 2

Die Förderbrücke F 60 arbeitet im Braunkohlentagebau in Nochten (Sachsen).
Die Förderbrücke F 60 arbeitet im Braunkohlentagebau in Nochten (Sachsen). FOTO: Matthias Hiekel (dpa-Zentralbild)
Freiberg/Nochten. Eigentlich will der Energiekonzern Vattenfall ja inzwischen seine Braunkohle-Gruben lieber heute als morgen loswerden. Ungeachtet dessen laufen die Verfahren zur Erweiterung einzelner Tagebaue weiter. So auch für Nochten 2 in Sachsen. dpa

Im Verfahren um den Rahmenbetriebsplan für den Tagebau Nochten 2 (Landkreis Görlitz) ist am Mittwoch um Mitternacht die Widerspruchsfrist abgelaufen. Beim Sächsischen Oberbergamt in Freiberg direkt seien etwa 250 Einwände zur geplanten Erweiterung des Abbaufeldes eingegangen, teilte die Behörde mit. Sie kündigte für Donnerstag genauere Angaben zur Zahl der Einwendungen an, da Bürger diese auch an anderen Stellen einreichen konnten.

Mit Ausdehnung des Tagebaus an der Landesgrenze zu Brandenburg droht rund 1600 Menschen in den Orten Schleife und Trebendorf die Umsiedlung. Die Ortsteile Mühlrose, Rohne und Mulkwitz würden komplett verschwinden.

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall als Eigentümer will im neuen Abbaufeld rund 300 Millionen Tonnen Braunkohle fördern, um die Versorgung des Kraftwerkes Boxberg ab 2025 sicherzustellen.