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| 22:46 Uhr

Infrastruktur-Projekt
Durch die Lausitz bis nach China

Prominenz beim Festakt: Ronald Pofalla (M.), Vorstand Infrastruktur der Bahn AG, Michael Kretschmer (l.), Sachsens Ministerpräsident, und Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, freuen sich in Niesky über den Lückenschluss.
Prominenz beim Festakt: Ronald Pofalla (M.), Vorstand Infrastruktur der Bahn AG, Michael Kretschmer (l.), Sachsens Ministerpräsident, und Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, freuen sich in Niesky über den Lückenschluss. FOTO: LR / Jan Siegel
Niesky. Am Montag ist mit einem Fest in Niesky die Niederschlesien-Magistrale eingeweiht worden. Von Jan Siegel

Am Montag ist eines der größten Bahnbauprojekte Deutschlands eingeweiht worden. Die Niederschlesien-Magistrale hat mehr als 500 Millionen Euro gekostet und schließt eine Lücke in der internationalen Bahnverbindung zwischen Europa bis nach China.

Am Montagvormittag rollte ein Sonderzug mit mehr als 300 Gästen von Lohsa aus bis ins polnische Wegliniec und wieder zurück nach Niesky (Landkreis Görlitz).

Und es war ein „ganz großer Bahnhof“, der die Sonderzug-Reisegesellschaft dort empfing. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gab sich überzeugt, dass vom Ausbau der Strecke sowohl der europäische Güterverkehr als auch der Personenverkehr profitierten. „Die neue Zugstrecke ist ein wichtiger Meilenstein für die Infrastruktur der Zukunft in der Lausitz, dem weitere folgen müssen“, sagte Kretschmer. Und damit erneuerte er seine Forderungen nach einem kräftigen Ausbau der Bahninfrastruktur in der Lausitz mit der Elektrifizierung der Strecken zwischen Cottbus und Görlitz sowie Görlitz und in die Landeshaupstadt Dresden. Und Kretschmer ließ nicht locker auch mit seiner Idee einer ICE-Strecke zwischen Berlin und Breslau.

Als ein Adressat für diese Forderung war am Montag der Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Ronald Pofalla, nach Niesky gekommen. Und der setzt beim ICE-Projekt jetzt auf die Kohlekommission. Pofalla ist einer der vier Vorsitzenden der Kommission und zeigte sich am Montag optimistisch, wenn das Gremium den Weg in diese Richtung weise.