| 10:03 Uhr

Neue Verordnung macht Waffenverbotszonen in Sachsen möglich

ARCHIV - ILLUSTRATION - Hände laden am 27.11.2015 in Dresden (Sachsen) eine Schreckschuss-Pistole „Walther P22“ mit einem Magazin. In Sachsen können künftig sogenannte Waffenverbotszonen eingerichtet werden. (zu dpa „Neue Verordnung macht Waffenverbotszonen in Sachsen möglich“ vom 15.08.2017) Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
ARCHIV - ILLUSTRATION - Hände laden am 27.11.2015 in Dresden (Sachsen) eine Schreckschuss-Pistole „Walther P22“ mit einem Magazin. In Sachsen können künftig sogenannte Waffenverbotszonen eingerichtet werden. (zu dpa „Neue Verordnung macht Waffenverbotszonen in Sachsen möglich“ vom 15.08.2017) Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Oliver Killig (dpa-Zentralbild)
Dresden. Die Hamburger Reeperbahn ist schon seit Jahren eine Waffenverbotszone. Mit solchen Gebieten, in denen die Polizei verdachtsunabhängig Taschen kontrollieren darf, soll die Kriminalität an besonderen Schwerpunkten bekämpft werden - künftig wohl auch in Sachsen. dpa

In Sachsen können künftig sogenannte Waffenverbotszonen eingerichtet werden. Möglich macht das eine neue Verordnung zur Durchführung des Waffengesetzes, über die Innenminister Markus Ulbig (CDU) nach Angaben der Staatskanzlei am Dienstag (13.00 Uhr) im Anschluss an eine Kabinettssitzung in Dresden informieren will.

Sinn von Waffenverbotszonen ist die Kriminalitätsbekämpfung an Schwerpunkten - etwa der Eisenbahnstraße in Leipzig oder dem Wiener Platz am Dresdner Hauptbahnhof. Die Einrichtung solcher Zonen, in denen die Polizei verdachtsunabhängig Taschen oder Rucksäcke kontrollieren kann, wurde bereits seit Anfang des Jahres in Sachsen geprüft.

Als erstes Bundesland hatte Hamburg 2007 Waffenverbotszonen eingerichtet. So dürfen unter anderem auf der Reeperbahn keine Waffen und andere gefährliche Gegenstände wie Elektroschocker oder Baseballschläger mehr mitgeführt werden.