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| 09:53 Uhr

Deutsches Hygiene-Museum
Neue Schau in Dresden ergründet Phänomen Sonne

Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Anne-Marie Franz justiert im Depot des Deutschen Hygiene-Museum mehrere Höhensonnen. Die historischen Geräte zur Erzeugung von Ultraviolettstrahlung für Therapiezwecke sind Teil der bevorstehenden Ausstellung «Shine On Me - Wir und die Sonne» (28. September 2018 bis 18. August 2019).
Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Anne-Marie Franz justiert im Depot des Deutschen Hygiene-Museum mehrere Höhensonnen. Die historischen Geräte zur Erzeugung von Ultraviolettstrahlung für Therapiezwecke sind Teil der bevorstehenden Ausstellung «Shine On Me - Wir und die Sonne» (28. September 2018 bis 18. August 2019). FOTO: dpa / Sebastian Kahnert
Dresden. Sie ist Quell allen irdischen Lebens und fasziniert seit Jahrtausenden. Für eine große Ausstellung in Dresden nähert sich eine aus Australien stammende Kuratorin seit Wochen der Sonne - mit Bob Marleys „Shine on me“ im Ohr.

Dresden (dpa/sn) Parallel zur ersten Nasa-Sonde nähert sich auch das Deutsche Hygiene-Museum Dresden der Sonne.Für ein interdisziplinär denkendes Haus sei sie wie geschaffen, sagte Direktor Klaus Vogel. „Sie ist nicht nur das Zentralgestirn unseres Sonnensystems, ohne das es im wahrsten Sinne des Wortes kein Leben auf der Erde gäbe - ohne die Sonne ist auch die menschliche Zivilisation nicht zu denken.“ Es gebe kaum einen Aspekt in Wissenschaft, Technologie, Kultur und Gesellschaft, der nicht direkt oder indirekt mit ihr zu tun hätte.

Die Ausstellung mit dem Titel „Shine on me“ (28. September bis 18. August 2019) spannt einen thematischen Bogen von der japanischen Sonnengöttin Amaterasu bis zur Hunde-Sonnenbrille Doggles. Dazwischen wird die Sonne als Gottheit, Heilmittel und Energiequelle, ihre Präsenz in der Mythologie, in Ritualen und der Politik, ihre Nutzung in Solarfarmen bis hin zu Auswüchsen in der Mode beleuchtet.

Besucher erfahren, welche Geheimnisse sie birgt und können ihr Wissen über den Stern testen, zu dem auch die Raumfahrt wegen der Hitze und Anziehungskraft Abstand halten muss. Die Nasa-Sonde soll im August starten und sich ihr bis auf rund 6,5 Millionen Kilometer nähern, um ihre Atmosphäre zu untersuchen. Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) plant für Februar 2020 eine Mission.

(dpa)