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Nach Brandanschlag in Tröglitz Spurensicherung abgeschlossen

Sachsens-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), begrüßt am 04.04.2015 in Tröglitz (Sachsen-Anhalt) Einsatzkräfte der Feuerwehr. In der Nacht hatte es in der zukünftigen Unterkunft für Asylbewerber gebrannt. Die Polizei ermittelt wegen Verdacht auf Brandstiftung.
Sachsens-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), begrüßt am 04.04.2015 in Tröglitz (Sachsen-Anhalt) Einsatzkräfte der Feuerwehr. In der Nacht hatte es in der zukünftigen Unterkunft für Asylbewerber gebrannt. Die Polizei ermittelt wegen Verdacht auf Brandstiftung. FOTO: Hendrik Schmidt (dpa-Zentralbild)
Tröglitz. Nach dem Brandanschlag auf ein fast fertiges Flüchtlingsheim in Tröglitz hat die Polizei die Spurensicherung am Tatort abgeschlossen. Das teilte der Lagedienst der Polizeidirektion Süd am Sonntag in Halle mit. Bei der Staatsanwaltschaft hieß es, die Ermittlungen würden mit Nachdruck fortgesetzt. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. dpa

Das Feuer war in der Nacht zum Samstag in dem Haus im Süden Sachsen-Anhalts gelegt worden. Es zerstörte den Dachstuhl. Der Anschlag, bei dem ein rechtsextremer Hintergrund nicht ausgeschlossen wird, hatte Empörung ausgelöst. Am Samstagnachmittag demonstrierten mehrere hundert Menschen in dem Ort für ein weltoffenes Tröglitz.

Ob Fremdenhass das Motiv war, war zunächst unklar. Die Ermittler halten einen politischen Hintergrund aber für naheliegend. 40 Flüchtlinge hätten im Mai in Tröglitz vorerst ein Zuhause finden sollen.