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Münzen und Medaillen in Gefahr

Eine Münze mit Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen gehört zu den Exponaten.
Eine Münze mit Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen gehört zu den Exponaten. FOTO: dpa
Dresden. Wegen gefährlicher Veränderungen an zahlreichen Exponaten muss das Dresdner Münzkabinett vorübergehend geschlossen werden. Auf der Oberfläche von etwa 100 nicht konservierten silbernen Münzen und Medaillen habe sich aus bisher unbekannten Gründen statt natürlich gewachsener Patina ein weiß-milchiger Belag gebildet, hieß es in einer Mitteilung der Staatlichen Kunstsammlungen vom Dienstag. dpa/uf

Vorsorglich wurden daher die etwa 1400 Ausstellungsstücke dieser Art aus den Vitrinen entnommen und restauriert. Da auch nach Luftmessungen und Materialanalysen in den Vitrinen die Ursache für die Veränderungen unklar sei, wurden sämtliche Objekte der Dauerausstellung entnommen, hieß es.

Während der derzeit noch unbestimmten Schließzeit soll das Münzkabinett mit Sonderschauen an anderen Orten präsent bleiben.

Das Münzkabinett, mit rund 300 000 Stücken eine der größten und ältesten Universalmünzsammlungen Deutschlands, wurde 2015 neu am Ursprungsort, dem Residenzschloss, eingerichtet.