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| 15:26 Uhr

Ministerpräsident warnt vor neuen „Nadelstichen“ gegen Braunkohle

Druck in der Asyldebatte und Absturz bei den Zustimmungswerten: Sachsens CDU-Chef Stanislaw Tillich stellt sich in schwierigen Zeiten der Wiederwahl.
Druck in der Asyldebatte und Absturz bei den Zustimmungswerten: Sachsens CDU-Chef Stanislaw Tillich stellt sich in schwierigen Zeiten der Wiederwahl. FOTO: dpa
Dresden. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat vor immer neuen „Nadelstichen“ gegen die Braunkohle gewarnt. „Klimaschutz ist richtig und notwendig. Aber es erfüllt mich mit Sorge, wenn Bundesumweltministerin Hendricks vor dem Hintergrund der Weltklimakonferenz nun schon wieder beschleunigte Ausstiegspfade aus der Braunkohleverstromung propagiert“, erklärte Tillich am Mittwoch in Dresden. dpa

Hendricks (SPD) hatte jüngst angekündigt, dass die Bundesregierung nach der Klimakonferenz in Paris den Kohleausstieg für die nächsten 20 bis 25 Jahre angehen müsse. Tillich sprach von einem staatlichen „Dirigismus zum Schaden der deutschen Wirtschaft“.

Die deutsche Braunkohle werde in absehbarer Zeit als kostengünstiger und zuverlässiger Rohstoff für die Stromerzeugung gebraucht, so Tillich. Der Ministerpräsident verwies zudem auf ein Gutachten, wonach der Weiterbetrieb der Braunkohlekraftwerke im Lausitzer und im Mitteldeutschen Revier die deutschen Klimaschutzziele nicht beeinträchtige.

Tillich warnte vor einem überstürzten Ende der Braunkohleverstromung. Damit würden ganze Regionen in ihrer Existenz bedroht, die deutsche Industrie nähme wegen des absehbaren Anstiegs der Strompreise in ihrer Wettbewerbsfähigkeit Schaden.