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Milbradt drückt bei Olympia aufs Tempo

Dresden.. Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) drückt bei der Leipziger Olympia-Bewerbung aufs Tempo.

"Ich hoffe sehr, dass es gelingt, die notwendige Abstimmung in Finanzierungsfragen bis zum Herbst zu klären", sagte der Regierungschef in Dresden und verwies darauf, dass die Bewerbungsunterlagen bis 15. Januar 2004 dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorliegen müssen.
Mit Blick auf die zurück liegenden Personalquerelen forderte Milbradt, alle Beteiligten sollten sich auf die Sache konzentrieren. Schon beim nationalen Ausscheid sei "die Geschlossenheit unsere Stärke" gewesen. Gefordert seien neben den Sportverbänden die Stadt Leipzig, der Freistaat und der Bund. "Wenn wir im Team spielen, werden wir Erfolg haben", betonte Milbradt. Er hoffe darauf, dass es gelinge, das Mannschaftsspiel besser einzuüben. Die Bewerbung erfordert Milbradt zufolge auch verkehrspolitische Zusagen des Bundes, deren Realisierung allerdings nur für den Fall des internationalen Zuschlags anstünde. Der vorgelegte Bundesverkehrswegeplan enthalte so gut wie nichts in Richtung Olympia, kritisierte er.
Nach einem Arbeitsgespräch mit Milbradt hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vor einer Woche auch seine persönliche Unterstützung zugesichert. Über die Höhe der finanziellen Zuwendungen des Bundes mochte Schröder keine Angaben machen.
Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee (SPD) sieht der Entscheidung über eine Kandidatur seiner Stadt für die Olympischen Spiele 2012 im kommenden Jahr "sehr optimistisch" entgegen. Er sei sicher, im Januar 2004 ein überzeugendes Konzept vorzulegen zu können, das allen Anforderungen genüge, sagte Tiefensee gestern. Positiv überrascht zeigte sich Tiefensee von der Begeisterung der Deutschen für die Bewerbung Leipzigs. "Ich bin insgesamt zufrieden mit der Begeisterung und glaube, dass die deutsche Bevölkerung eindeutig hinter Leipzig steht. (ddp/bra)