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Meinungen zur Finanzierung freier Schulen gehen auseinander

Dresden. Experten sind uneins über die Pläne zur Finanzierung von Privatschulen. Der Schulausschuss im Landtag hörte am Freitag Sachverständige zu einem Gesetzentwurf an, wonach freie Schulen ab 2016 mehr Geld bekommen sollen. dpa/uf

Der Verfassungsrechtler Friedhelm Hufen sieht darin eine Benachteiligung gegenüber öffentlichen Schulen, da nur 90 Prozent der Personalkosten übernommen werden sollen. Der Vorsitzende des Philologenverbands Sachsen, Frank Haubitz, befürchtet dagegen bei einer gleichen Finanzierung einen Wettbewerbsvorteil für freie Schulen, da diese mehr Freiheiten als öffentliche Schulen hätten. 2013 hatte das Landesverfassungsgericht Etatkürzungen bei Privatschulen für verfassungswidrig erklärt, so dass ein neues Gesetz nötig wurde.

Mehrere Schulklassen verfolgten die Anhörung als Zuhörer. Einen so großen Andrang habe es in den vergangenen Jahren noch nicht gegeben, sagte Landtagssprecher Ivo Klatte. Vor dem Landtag demonstrierten Hunderte Kinder und Lehrer für eine Gleichberechtigung von privaten und öffentlichen Schulen.