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Mehr Selbstbestimmung für Sorben an Schulen gefordert

Bautzen.. Der Bundesvorstand der Domowina unterstützt die Forderung der sächsischen Sorben nach mehr Selbstbestimmung mit Blick auf das öffentliche Bildungswesen.

"Die Schulen müssen künftig Sprache und Identität der Sorben vermitteln, weil immer weniger sorbisch- und gemischtsprachige Familien das einfach nicht mehr leisten können", sagte der Vorsitzende der Domowina, Jan Nuck, am Wochenende in Bautzen. Dort tagte der Bundesvorstand zu Bildungsfragen. "Das Überleben der Sorben ist in Frage gestellt", sagte Nuck. Die Domowina ist der Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen mit Sitz in Bautzen.
Sachsens Sorben beobachten die jüngste Entwicklung mit Sorge. Nach der Schließung der Mittelschule in Crostwitz 2003 steht zum Ende dieses Schuljahres auch die Mittelschule in Panschwitz-Kuckau (beide Landkreis Kamenz) vor dem Aus. Bislang würden die Sorben in Bildungsfragen nur angehört. "Wir wissen auch, dass es innerhalb des sächsischen Schulsystems schwierig ist, diese Forderungen erfüllt zu bekommen", sagte Nuck. (dpa/mb)