| 02:38 Uhr

Mehr Frauen in Sachsens Wissenschaft

Dresden. Sachsens Wissenschaft wird immer weiblicher. Der Frauenanteil am wissenschaftlichen und künstlerischen Personal der Universtitäten, Hoch- und Fachhochschulen stieg seit 1995 um gut zehn Prozent. dpa/kr

Im vergangenen Jahr waren laut Statistik 37,7 Prozent der hauptberuflichen Mitarbeiter Frauen und damit mehr als ein Drittel. In der Professorenschaft waren fast ein Viertel Frauen - doppelt so viele wie noch vor 22 Jahren. Auch an Forschungseinrichtungen sind die Damen auf dem Vormarsch: Bei Fraunhofer waren es Ende 2016 knapp ein Viertel, an den Max-Planck- und den Leibniz-Instituten je fast ein Drittel.

Trotz aller Bemühungen sind Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen aber nach wie vor unterrepräsentiert. Trotz erkennbarer Fortschritte ist noch immer eine unzureichende Repräsentanz von Frauen nicht nur in Führungspositionen und Professuren von Wissenschaft und Forschung festzustellen - nur drei Frauen schafften es bisher auf einen der 14 Rektorenstühle landesweit. An den Hochschulen und Universitäten des Freistaates lehrten und forschten im vergangenen Jahr insgesamt 10 508 Frauen, von den 2293 Professoren waren 485 weiblich. Während an den Universitäten weniger als ein Fünftel Frauen Professuren hatten, waren es gut ein Drittel an den Kunsthochschulen. Auch an Fachhochschulen ist die Lehre weiblicher. Die Zahl der Professorinnen insgesamt hat sich seit 2005 um sechs Prozent von 320 auf 485 erhöht.