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| 18:08 Uhr

Inkognito auf Augenhöhe mit den Fahrern
Lkw-Kontrolle: Sachsens Autobahnpolizei mit Reisebus auf A4 unterwegs

(Symbolfoto) Beamte von Sachsens Autobahnpolizei waren am Donnerstag inkognito mit einem Reisebus unterwegs, um Lkw-Fahrern ins Führerhaus zu schauen.
(Symbolfoto) Beamte von Sachsens Autobahnpolizei waren am Donnerstag inkognito mit einem Reisebus unterwegs, um Lkw-Fahrern ins Führerhaus zu schauen. FOTO: dpa / Sebastian Willnow
Dresden/Görlitz. Am Donnerstagvormittag haben Autobahnpolizisten auf der BAB 4 aus einem unscheinbaren Reisebus heraus den Verkehr kontrolliert. Der Fokus der Beamten lag auf dem Schwerlastverkehr.

Aus dem extra angemieteten Reisebus heraus waren sie mit den Fernfahrern quasi auf Augenhöhe und warfen einen prüfenden Blick in die Führerhäuser der Lkw. Nachfolgende Streifen lotsten die Ertappten auf einen Parkplatz. Dort erklärten die Verkehrspolizisten den Fahrern den jeweiligen Verstoß.

Am Ende der vierstündigen Kontrolle standen fünf Ordnungswidrigkeits-Anzeigen auf dem Protokoll der Polizisten. Die betroffenen Fernfahrer hatten verbotenerweise ihr Mobiltelefon bedient, konnten keinen Nachweis über die Lenk- und Ruhezeiten vorbringen oder hatten den Mindestabstand deutlich unterschritten. Ein 41-jähriger Trucker war mit einem Sattelzug mit französischem Kennzeichen unterwegs, doch das Gespann war bereits seit drei Monaten nicht mehr zugelassen. Hier untersagten die Beamten die Weiterreise.

Die Bußgeldstelle der Landesdirektion wird sich mit den Fällen befassen. Sofern es den betroffenen Lkw-Fahrern möglich war, zahlten sie noch vor Ort eine Sicherheitsleistung in ungefährer Höhe der zu erwartenden Geldbuße. Diese Summe wird dann im weiteren Verfahren von der Bußgeldstelle der Landesdirektion mit dem tatsächlich verhängten Bußgeld verrechnet.

(red/lsc)