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| 13:46 Uhr

Umbau von Kult-Hotel kann starten
Leipziger „Astoria“ bald mit neuem Glanz

Das S fehlt im Schriftzug des Hotel „Astoria“. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Verfall zeichnet sich für das einstige Luxushotel eine Zukunft ab. Am Freitag wollen die Stadt und der neue Besitzer, die Berliner Firma Intown Property Management, ihre Pläne zu dem unter Denkmalschutz stehenden Bau vorstellen.
Das S fehlt im Schriftzug des Hotel „Astoria“. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Verfall zeichnet sich für das einstige Luxushotel eine Zukunft ab. Am Freitag wollen die Stadt und der neue Besitzer, die Berliner Firma Intown Property Management, ihre Pläne zu dem unter Denkmalschutz stehenden Bau vorstellen. FOTO: dpa / Jan Woitas
Leipzig. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Verfall hat das einstige Luxushotel „Astoria“ in Leipzig eine Zukunft.

Die Genehmigung für den Umbau des traditionsreichen Hauses am Hauptbahnhof wurde erteilt, wie das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege am Dienstag mitteilte. Das zwischen 1913 und 1915 errichtete Gebäude soll im Inneren komplett saniert werden und etwa 250 Zimmer bekommen.

Die denkmalgeschützten Fassaden bleiben im Wesentlichen erhalten. Einige Dachaufbauten werden neu errichtet. Der neue Haupteingang ist am Willy-Brandt-Platz geplant. Im Erdgeschoss des „Astoria“ sollen eine Bar und ein Restaurant entstehen. Über der geplanten Tiefgarage im Hof werden fünf Ballsäle errichtet.

Das „Astoria“ war berühmt für seinen Luxus. Stars wie Adele Sandrock, Enrico Caruso oder Hans Albers logierten hier. Zu DDR-Zeiten wohnten dort während der Frühjahrs- und Herbstmessen SED-Größen wie Walter Ulbricht und Alexander Schalck-Golodkowski. Auch Louis Armstrong, Johannes Heesters oder Herbert von Karajan waren zu Gast.

Nach der Wende verfiel das imposante Gebäude. Ende 1996 wurde es geschlossen. Seitdem war es dem Verfall und Vandalismus preisgegeben. Wann die ersten die ersten Gäste in die 250 Zimmer mit Viersterne-Plus-Niveau einziehen können ist aber noch unklar. Der neue Eigentümer, Intown Property Management, will die Bauarbeiten Ende 2020 abschließen.

(dpa/uf)