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| 17:58 Uhr

Bautzener (34) festgenommen
Lausitzer Vater löst SEK-Einsatz auf Geburtsstation aus

 Der Mann (34), der mit Waffengewalt gedroht hat, sitzt nun hinter Gittern.
Der Mann (34), der mit Waffengewalt gedroht hat, sitzt nun hinter Gittern. FOTO: dpa / Jens Wolf
Dresden . Spezialkräfte der Polizei, die eine Geburtsstation bewachen? Ein Familiendrama aus der Lausitz hat für Aufregung in Dresden gesorgt.

Nach einem mehrstündigen Polizeieinsatz am Krankenhaus Dresden-Neustadt ist ein 34-Jähriger vorläufig festgenommen und ins Gefängnis gebracht worden. Das sagte ein Sprecher der Dresdener Polizei am Donnerstag.

Der Mann hatte am Mittwoch mit Waffengewalt gedroht, nachdem er erfuhr, dass sein wenige Tage altes Kind in die Obhut des Jugendamtes gekommen war. Er hatte der 26 Jahre alten Mutter des Kindes, die zu diesem Zeitpunkt in dem Krankenhaus im Dresdner Stadtteil Trachau lag, telefonisch gedroht. Polizeibeamte sicherten daraufhin die Klinik ab. Der Einsatz endete am frühen Donnerstagmorgen gewaltlos.

Polizeieinsatz in Bautzen

Die Polizei hatte unter anderem eine Wohnung in Bautzen durchsucht, Spezialeinsatzkräfte nahmen den 34-Jährigen schließlich am frühen Donnerstagmorgen in Wetro (Landkreis Bautzen) fest. Die Staatsanwaltschaft in Görlitz ermittelt.

Laut Polizei war der Mann in der Vergangenheit mehrfach aufgefallen, es liegen bereits drei Haftbefehle wegen Diebstahls und Körperverletzung vor. Der Mann habe nur einen Teil seiner Strafe abgesessen, sagte Christopher Gerhardi, Sprecher der Staatsanwaltschaft Görlitz. Es stünden insgesamt noch 536 Tage Haft offen.

Der 34-Jährige sei „zwischenzeitlich von der Bildfläche verschwunden“, so Gerhardi. Es sei ein Zufall, dass er nun in Zusammenhang mit diesem Vorfall wieder aufgefunden wurde.

Ob in der Wohnung des Mannes eines Waffe gefunden wurde und warum das Kind in die Obhut des Jugendamtes gegeben wurde, dazu konnten am Nachmittag weder Polizei noch Staatsanwaltschaft Angaben machen.

(dpa/bob)