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Landesregierung fordert 480 Millionen Euro mehr aus Fonds

Dresden. Sachsen verlangt mehr Geld aus dem Aufbauhilfefonds für das Hochwasser 2013. Die damaligen Fluten im Juni hätten deutlich größere Schäden verursacht als zunächst angenommen, sagte Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) am Dienstag in Dresden: "Bisher sind aus dem Aufbauhilfefonds des Bundes und der Länder 1,8 Milliarden Euro für die Schadensbeseitigung in Sachsen vorgesehen. dpa/uf

Nach heutigem Stand wird Sachsen 480 Millionen Euro mehr benötigen." Vor einem Jahr hatte der Freistaat den Mehrbedarf noch mit 200 Millionen Euro beziffert. Schmidt begründete den nochmals gestiegenen Mehrbedarf etwa mit einer Flut von Anträgen für die Förderung von Privaten, Vereinen und Unternehmen zum Ende der Antragsfrist (31.12.2014). 20 Prozent der 6332 Anträge seien in der letzten Woche des Jahres 2014 eingegangen.

Zum anderen ergebe sich für Kommunen und Landkreise nach Überprüfung ihrer Wiederaufbaupläne ein Mehrbedarf. Grund dafür seien Kostenerhöhungen und verdeckte Spätschäden. Kommunen und Landkreise können noch bis zum 30. Juni 2015 Zuwendungen beantragen. Erst danach lasse sich der Gesamtschaden endgültig einschätzen.