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| 02:40 Uhr

Kritik an Sachsens Plänen zum Abschuss des "Problemwolfs" hält an

Dresden. Der in Sachsen geplante Abschuss eines Wolfes sorgt bei Tierschützern weiter für Unmut. In einer am Samstag bekannt gewordenen Stellungnahme verurteilte die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe die Abschussgenehmigung und sprach von einem "politisch motivierten Vorgehen". dpa/kr

Ähnlich hatten sich am Freitag bereits der Internationale Tierschutz-Fonds, der Naturschutzbund Deutschland und der World Wildlife Fund geäußert. Sie kündigten juristische Schritte an.

Sachsens Umweltministerium gab an, der knapp zweijährige Rüde habe sich zuletzt auffällig verhalten. Das Tier sei immer wieder in bewohnten Gebieten aufgetaucht und habe nach Futter gesucht.

Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe machte geltend, dass dieser Wolf Menschen immer aus dem Weg gegangen sei. Deshalb wäre ein abgestuftes Vorgehen mit Fangen, Sender anbringen und Verjagen richtig. "Das Töten eines Wolfs kann immer nur die allerletzte Lösung sein, ist aber keine Methode, die ohne Not angewendet werden darf", hieß es.

Bisher waren in Sachsen bereits zwei verletzte Wölfe eingeschläfert worden. Einen Abschuss gab es noch nicht. Diese Möglichkeit ist per Gesetz geregelt und in einem Managementplan für Wölfe enthalten. Nach Angaben des Kontaktbüros "Wölfe in Sachsen" gibt es derzeit im Freistaat 15 Wolfsrudel, drei Paare und ein Einzeltier.