| 11:31 Uhr

Kripobeamter wegen Mordes verurteilt

Der Angeklagte Detlev G. (r) wird am Landgericht in Dresden (Sachsen) von zwei Mitarbeitern der Justiz zur Fortsetzung seines Prozesses in den Gerichtssaal geführt.
Der Angeklagte Detlev G. (r) wird am Landgericht in Dresden (Sachsen) von zwei Mitarbeitern der Justiz zur Fortsetzung seines Prozesses in den Gerichtssaal geführt. FOTO: Arno Burgi (dpa-Zentralbild)
Dresden. Es war Mord: Im Prozess um den grausigen Tod eines Geschäftsmannes hat das Landgericht Dresden einen Kripobeamten zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt. dpa

Im Prozess um den grausigen Tod eines Geschäftsmannes hat das Landgericht Dresden den angeklagten Kriminalbeamten wegen Mordes und Störung der Totenruhe zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt. Er habe den 59 Jahre alten Mann aus Hannover im November 2013 im Keller seiner Pension im Gimmlitztal (Osterzgebirge) getötet, dessen Leiche zerstückelt und vergraben, hieß es am Mittwoch bei der Urteilsverkündung.

Damit bestätigte das Gericht die Anklage. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer zehneinhalb Jahre Haft gefordert - statt wie bei Mord üblich eine lebenslange Haftstrafe. Der Geschäftsmann habe getötet werden wollen, hieß es zur Begründung. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Der suspendierte Polizist muss nun laut Richterin mit seiner Entlassung aus dem Beamtenverhältnis rechnen.

Die Männer waren sich in einem „Kannibalen“-Forum im Internet begegnet.