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| 02:58 Uhr

Kommunen rüsten sich für Winter

Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Hellerau schüttet mit einem Bagger Streusalz im Depot der Autobahnmeisterei Dresden auf.
Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Hellerau schüttet mit einem Bagger Streusalz im Depot der Autobahnmeisterei Dresden auf. FOTO: dpa
Dresden. Mitte der Woche werden die ersten Schneeflocken im Mittelgebirge erwartet. Die Vorbereitungen der Winterdienste laufen auf Hochtouren. dpa/uf

Nach den spätsommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage gibt es nun in Sachsen einen Vorgeschmack auf den Winter: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zieht eine Kaltfront heran, die Schneefallgrenze sinkt bis zum Mittwoch auf etwa 800 Meter. Die Kommunen fühlen sich gerüstet.

"Die Salzlager sind gefüllt, die Lieferverträge geschlossen", sagte Mario Graupner, der Leiter des Bauhofs in Oberwiesenthal. Streu- und Räumfahrzeuge stünden bereit, wenn es den ersten Schnee gebe. Das Lager in Oberwiesenthal ist mit rund 50 Tonnen Streugut gefüllt, weitere 150 Tonnen gibt es in den Außenlagern.

Auch die Städte im Flachland haben eigenen Angaben zufolge vorgesorgt. Dresden hat rund 3500 Tonnen Streusalz eingelagert. Wegen des milden Winters im Vorjahr mussten nur rund 2000 Tonnen Salz nachbestellt werden. Insgesamt sind 1,3 Millionen Euro für den Winterdienst eingeplant. Leipzig hat im vorigen Winter etwa 800 Tonnen Streusalz verbraucht - und damit deutlich weniger als in anderen Jahren. "Wir hatten auch schon einmal 7000 Tonnen", erklärte eine Sprecherin der Stadtreinigung. Für dieses Jahr liegen rund 2500 Tonnen Salz sowie 50 Tonnen Splitt auf Vorrat.

Auch die sieben Autobahnmeistereien in Sachsen machen sich für die Wintersaison bereit. Nach Angaben des Verkehrsministeriums gilt vom 1. November bis zum 31. März der Winterdienstplan. Bis Ende des Monats werden die Fahrzeuge auf den Einsatz bei Schnee und Eis umgerüstet und die Streusalzlager aufgefüllt. Die Lager fassen insgesamt rund 36 300 Tonnen Salz.

"Rund 200 Mitarbeiter der Autobahnmeistereien sorgen für freie Fahrt auf den rund 570 Kilometern Autobahn", erklärte Verkehrsminister Sven Morlok (FDP).

Im Winter 2013/2014 verbrauchten die Straßen- und Autobahnmeistereien in Sachsen wegen der ungewöhnlich milden Temperaturen nur knapp 49 000 Tonnen Streusalz - rund ein Viertel der Menge vom Vorjahr.