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Sachsen
Kommission untersucht sexuellen Kindesmissbrauch in der DDR

Eine Puppe liegt am 13.05.2011 in Kassel in einem Kinderzimmer auf dem Teppich. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs will im Rahmen einer öffentlichen Fachveranstaltung Betroffene und Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis anhören.
Eine Puppe liegt am 13.05.2011 in Kassel in einem Kinderzimmer auf dem Teppich. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs will im Rahmen einer öffentlichen Fachveranstaltung Betroffene und Experten aus Politik, Wissenschaft und Praxis anhören. FOTO: Uwe Zucchi / dpa
Leipzig. Sexueller Missbrauch von Kindern war in der DDR ein Tabu-Thema. Eine öffentliche Wahrnehmung oder Aufklärung fand so gut wie nicht statt. Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs will am Mittwoch in Leipzig erste Untersuchungsergebnisse vorstellen.

In einer öffentlichen Fachveranstaltung sollen Strukturen und Bedingungen aufgezeigt werden, die den Missbrauch ermöglicht und vertuscht haben.

Die Kommission, die im Jahr 2016 ihre Arbeit aufnahm, untersucht sämtliche Formen sexuellen Missbrauchs in der Bundesrepublik und in der früheren DDR. Dazu hört sie unter anderem Betroffene an, wertet Archive aus und analysiert Dokumente. Sie wurde auf Beschluss des Bundestages berufen.

(dpa/bob)