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"Kiwimann von Chemnitz" in Panschwitz-Kuckau

Werner Merkel an einer seiner tragenden Pflanzen.
Werner Merkel an einer seiner tragenden Pflanzen. FOTO: Dirk Mann
Chemnitz. Werner Merkel, auch als der "Kiwimann von Chemnitz" bekannt, ist im Mai 80 geworden und züchtet auch in diesem hohen Alter weiterhin winterharte Kiwipflanzen. Bewertet werden seine Züchtungen in der Landesversuchsanstalt Veithöchstheim (Bayern), ausgewählte Sorten vermehrt anschließend professionell die Firma Sämann in Bautzen. Peter Blochwitz

"Die bis mindestens minus 30 Grad winterharten Kiwipflanzen sind Lianen und wachsen wie Wein. Sie werden mehr als 100 Jahre alt.

Die Früchte sind ganz glatt und werden mit der Schale gegessen, die dünn ist wie bei einer Kirsche. Der Vitamin C-Gehalt der Früchte ist extrem hoch - viel höher als der einer Zitrone", erklärt Merkel. Sein Pflanztipp: "Man benötigt als Grundausstattung ein Pärchen - also eine männliche und eine weibliche Pflanze. Die sogenannte Selbstfruchtbarkeit von weiblichen Sorten ist ein Mythos. Nur mit einem männlichen Pollenangebot erreicht man sehr hohe Erträge bis 25 Kilo pro weibliche Pflanze.

Eine männliche Pflanze kann bis acht weibliche Pflanzen bestäuben. Mindestpflanzabstand: 2,50 Meter, maximaler Pflanzabstand: 15 Meter. Männliche und weibliche Pflanzen sollten nicht ineinander verschlingen. Die weibliche Pflanze wird genau wie die Weinrebe geschnitten.

Werner Merkel ist am Sonntag mit seinen Kiwis zu Gast auf dem Naturmarkt im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau.