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Keine Hinweise auf Fremdverschulden für Unister-Flugzeugabsturz

Archivfoto: Die abgestürzte Maschine mit Unister Chef an Bord in Slowenien.
Archivfoto: Die abgestürzte Maschine mit Unister Chef an Bord in Slowenien. FOTO: Igor Kupljenik (EPA)
Dresden (dpa/sn). Im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz von Unister-Gründer Thomas Wagner im Juli 2016 in Slowenien haben sich bisher keine Hinweise auf ein Fremdschulden Dritter ergeben. dpa

Das geht aus einer Antwort von Sachsens Justizministerium auf eine Kleine Anfrage des Linke-Landtagsabgeordneten Klaus Bartl hervor. Grundlage dafür sind laut Ministerium vorläufige Ermittlungsunterlagen von den dortigen Behörden. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen.

Wagner war zusammen mit drei weiteren Menschen ums Leben gekommen, als die Maschine in ein Waldgebiet stürzte und ausbrannte. Zuvor hatte der Pilot Probleme mit Vereisung gemeldet. Die Insassen befanden sich auf der Rückreise aus Venedig, wo Wagner auf einen Millionenkredit für seine finanziell angeschlagene Firma einem Betrüger aufgesessen sein soll. Statt der erhofften 15 Millionen Euro wurde dem 38-Jährigen Falschgeld angedreht.

Gegen den mutmaßlichen Vermittler des ominösen Unister-Betrugsfalls läuft seit vergangenen Woche ein Prozess am Leipziger Landgericht. Dem 69-jährigen Mann aus Unna (Nordrhein-Westfalen) wird vorgeworfen, den sogenannten Rip-Deal mit einem angeblichen israelischen Diamantenhändler eingefädelt zu haben.