ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:06 Uhr

Karpfenvorrat bei Kreba-Fisch beträchtlich geschmolzen

Niesky.. Die Kreba-Fisch GmbH in Kreba-Neudorf bei Niesky hat ihre Karpfenernte aus dem vergangenen Jahr bereits zu einem großen Teil unter die Leute gebracht. 80 bis 85 Prozent des Ertrages von 2004 sind bis zum Jahresende verkauft worden, sagte gestern Geschäftsführer Dietmar Mühle.


Mit dem Geschäft vor Silvester sei das Unternehmen "relativ zufrieden". Allerdings räumte Mühle eine leicht rückläufige Tendenz beim Absatz in der ostsächsischen Region ein, die auf die veränderten "Verzehr- und Kaufgewohnheiten" der Bevölkerung zurückzuführen sei.
Die Kreba-Fisch GmbH ist ein Zusammenschluss von vier selbstständigen Teichwirtschaften in der Oberlausitz. Etwa 840 Tonnen Karpfen holten die Binnenfischer im vergangenen Herbst aus dem Wasser. Das Unternehmen verkauft seinen "Brotfisch" fast ausschließlich lebend, machte Mühle deutlich. Etwa 90 Prozent des Ertrages werde außerhalb Ostsachsens über den Großhandel vermarktet. Bis nach Schleswig-Holstein und Bayern gehen die Karpfen auf die Reise. Zudem wird der frische Fisch in Geschäften des regionalen Einzelhandels sowie einmal wöchentlich auf Wochenmärkten in Dresden und Görlitz angeboten. Vor Weihnachten und Silvester war die Fisch-Firma mit Verkaufswagen zusätzlich auch in anderen Orten wie Löbau, Weißwasser, Bautzen und Wilthen präsent.
Mit den Lausitzer Fischwochen wird seit 2002 alljährlich im Herbst auf die Tradition der Karpfenfischerei in der Region hingewiesen. Die Aktion habe dazu beigetragen, dass Gaststätten inzwischen verstärkt Fisch aus einheimischen Gewässern auf den Tisch bringen, schätzte Mühle ein. Dennoch sei es bisher nicht gelungen, den Anteil des Fischabsatzes in der Region zu erhöhen. Hinzu komme die wachsende Konkurrenz aus Osteuropa.
Die Kreba-Fisch GmbH beschäftigt 35 Mitarbeiter. Sie bewirtschaften insgesamt mehr als 250 Teiche mit insgesamt 1700 Hektar Fläche. (ddp/mb)