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Sachsen
Freistaat erleichtert wegen Seuchengefahr Jagd auf Wildschweine

Wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest dürfen in Sachsen die Tiere verstärkt gejagt werden.
Wegen der drohenden Afrikanischen Schweinepest dürfen in Sachsen die Tiere verstärkt gejagt werden. FOTO: Jens Büttner / dpa
Dresden. Sachsen hat per Gesetz zeitlich begrenzt die Jagd auf Wildschweine erleichtert. Damit will sich der Freistaat besser vor einer Ausbreitung der Afrikanische Schweinepest schützen. „Es ist nur ein Mosaikstein der Prävention“, erklärte Agrar- und Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) am Mittwoch im Landtag. Für einen entsprechenden Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU und SPD stimmten später die schwarz-roten Koalitionäre.

Die Afrikanische Schweinepest grassiert seit einigen Jahren bei Schwarzwildbeständen in den baltischen Staaten, in Polen, Moldawien, der Ukraine und inzwischen auch in Tschechien. Die Virusinfektion führt in der Regel binnen weniger Tage zum Tod der betroffenen Tiere. In Deutschland ist bisher noch kein Fall nachgewiesen. Landwirte befürchten ein Übergreifen der Seuche auf Hausschweine und damit schwere wirtschaftliche Folgen.

Nach dem Gesetz ist fortan zu bestimmten Zeiten die sogenannte Fangjagd mit Fallen in Sachsen erlaubt, wenn die Seuche auftritt - auch in einem angrenzen Bundesland. Ein dauerhafte Änderung des Jagdgesetzes ist damit nicht verbunden. Mit dem Abschuss beauftragte Jäger sollen auch Nachtsichtgeräte verwenden können. Das Verbot, bei der Jagd einen Schalldämpfer zu verwenden, wird gleichfalls aufgehoben.

(dpa)