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| 01:04 Uhr

Innenminister: Videotechnik muss Bahnhöfe besser sichern

Dresden.. Sachsen hat von der Deutschen Bahn eine konsequente Überwachung der Bahnhöfe mit Videotechnik gefordert.

„Wir brauchen Aufzeichnungen, um tatsächliche Gefahrsituationen aufzuklären und Trittbrettfahrer zur Verantwortung zu ziehen“, sagte gestern Innenminister Horst Rasch (CDU). Hier müsse eine schnelle Lösung her.
Nur vier Wochen nach dem Fund eines Sprengsatzes auf dem Dresdner Hauptbahnhof war dort am Donnerstag erneut Bombenalarm ausgelöst worden. Zwei herrenlose Gepäckstücke entpuppten sich später jedoch als ungefährlich. Solche Fälle gab es in den vergangenen Wochen wiederholt. Nach Informationen des Innenministeriums kann der Dresdner Hauptbahnhof mangels ausreichender Videotechnik nicht flächendeckend überwacht werden.
„Wir haben derzeit eine große Zahl von Fehlalarmen wegen absichtlich oder versehentlich stehen gelassener Gepäckstücke und können es uns nicht leisten, dieses Thema als Hängepartie auszutragen“, sagte Rasch. Rechtliche Vorbehalte sieht der Innenminister nicht. Sachsens Datenschutzbeauftragter Thomas Giesen habe keine Bedenken zur Bahnhofsüberwachung geäußert.
Rasch hatte sich in dieser Angelegenheit unmittelbar nach dem Bombenfund vom
7. Juni an Bahn-Chef Hartmut Mehdorn gewandt. „Im Antwortschreiben äußerte er seine Besorgnis und räumte ein, dass der Bahnverkehr bei solchen Situationen erheblich behinderte würde“, sagte der Innenminister. (dpa/bra)