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| 01:24 Uhr

Hygienemuseum als Leuchtturm der Museumslandschaft

Die Gläserne Frau gehört zu den bekanntesten Exponaten im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden. Foto: ZB
Die Gläserne Frau gehört zu den bekanntesten Exponaten im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden. Foto: ZB FOTO: ZB
Dresden. Nach gründlicher Sanierung ist das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden am gestrigen Montag bei einem Festakt feierlich übergeben worden. Die Einrichtung sei ein „Leuchtturm der deutschen Museumslandschaft“, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU).

Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (CDU) würdigte die rund 41 Millionen teure Erneuerung als einen gemeinsamen Kraftakt von Bund, Land und Stadt.

Eröffnet wurden am Montag ein großer, in korallenroter Farbe gehaltener Saal mit 700 Plätzen sowie ein kleiner Saal mit 100 Sitzen, der überwiegend in Magenta erstrahlt. Damit sei der Großteil der Bauarbeiten abgeschlossen, sagte Schorlemer.

Seit dem Jahr 2002 hätten der Bund, das Land Sachsen und die Stadt Dresden jeweils rund ein Drittel der Sanierungskosten für ein Haus übernommen, das von nationaler Bedeutung sei. Neumann würdigte das Hygiene-Museum als einzigartige kulturelle Einrichtung, die Identität und Werte vermittle.

300 000 Besucher im Jahr

Laut Schorlemer besuchen jährlich im Schnitt rund 300 000 Menschen das Museum, darunter viele Jugendliche und Kinder. Das Museum beherbergt Sonderausstellungen sowie eine Dauerausstellung “Abenteuer Mensch„, die anhand von Exponaten, Medieninstallationen und interaktiven Stationen erkundet werden kann. Speziell für Kinder wurde ein Bereich eingerichtet, in dem die menschlichen Sinne getestet werden können.

Konzert im Museum

Das Gebäude wurde zwischen 1927 und 1930 vom Architekten Wilhelm Kreis errichtet und gehört zu den prägenden Museumsbauten des 20. Jahrhunderts. In dem neu eröffneten großen Saal, der nach den Worten von Architekt Peter Kulka das Herzstück des Gebäudes ist, wird Mitte Oktober beispielsweise die Dresdner Philharmonie ein Konzert geben. Mit solchen Veranstaltungen sollten noch mehr Besucher angelockt werden, sagte Museumsdirektor Klaus Vogel.

Kulka orientierte sich nach eigenen Angaben beim Umbau strikt an Kreis' Neuer Sachlichkeit, in der der Bau einst gehalten war. Das Gebäude wirke schlicht und sei sehr funktionell, betonte auch Vogel. Begonnen hatte Kulkas Büro, das bereits im Dresdner Residenzschloss Historisches mit zukunftsweisender Architektur verband, mit den Planungen für das Museum 1998. dapd/beo