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Hunderte Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Ausstand

Landesweit sind mehrere Hundert Mitarbeiter von Bund und Kommunen dem Aufruf zum Warnstreik gefolgt. Sie fordern mehr Lohn und kritisierten die Arbeitgeber, die in den Tarifverhandlungen noch kein Angebot vorgelegt haben.
Landesweit sind mehrere Hundert Mitarbeiter von Bund und Kommunen dem Aufruf zum Warnstreik gefolgt. Sie fordern mehr Lohn und kritisierten die Arbeitgeber, die in den Tarifverhandlungen noch kein Angebot vorgelegt haben. FOTO: dpa
Leipzig. Hunderte Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben am Montagmorgen in Sachsen die Arbeit niedergelegt. "Die Beteiligung hat unsere Erwartungen übertroffen", sagte verdi-Landesbezirksleiter Thomas Voß. dpa/kr

Die Gewerkschaft hatte in Dresden, Leipzig, Chemnitz und Zwickau zum Warnstreik aufgerufen, um ihren Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen. In der ersten Verhandlungsrunde am Freitag hatten Bund und Kommunen kein Angebot vorgelegt. Die Streikenden seien frustriert, weil ihre Arbeit nicht wertgeschätzt werde, so eine verdi-Sprecherin in Zwickau. "Eine Diätenerhöhung von 830 Euro für Bundestagsabgeordnete ist in Ordnung, aber 100 Euro und 3,5 Prozent mehr Gehalt für eine Kindergärtnerin findet er überzogen. Da wird mit unterschiedlicher Elle gemessen", sagte verdi-Sprecher Frank Fischer.

Sachsenweit sind rund 65 000 Leute von den Tarifverhandlungen betroffen.