ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:35 Uhr

Am „Nischel“ in Chemnitz geht’s rund
Hunderte bei Geburtstagsfest für Karl Marx

Marx in allen Farben und Größen – Verkaufsschlager in der Toruristeninformation in Chemnitz. Foto: dpa
Marx in allen Farben und Größen – Verkaufsschlager in der Toruristeninformation in Chemnitz. Foto: dpa FOTO: dpa / Sebastian Willnow
Chemnitz. (dpa/kr) Hunderte Menschen haben in der Innenstadt von Chemnitz den 200. Geburtstag von Karl Marx (1818-1883) gefeiert. Ein Auftritt der Rocker von Turbostaat aus Flensburg (Schleswig-Holstein) am „Der Nischel“, dem berühmten Marx-Monument, lockte am Samstagabend mehr als 1000 Besucher an, wie Stadtmarketing-Chef Arndt Hecker am Sonntag mitteilte. Die anschließende audio-visuelle Show „Calling Marx“ hätten mehr als 500 Menschen verfolgt. Mittels Licht- und Tonanimation schien der „Nischel“ einen Monolog zur heutigen Zeit zu halten.

(dpa/kr) Hunderte Menschen haben in der Innenstadt von Chemnitz den 200. Geburtstag von Karl Marx (1818-1883) gefeiert. Ein Auftritt der Rocker von Turbostaat aus Flensburg (Schleswig-Holstein) am „Der Nischel“, dem berühmten Marx-Monument, lockte am Samstagabend mehr als 1000 Besucher an, wie Stadtmarketing-Chef Arndt Hecker am Sonntag mitteilte. Die anschließende audio-visuelle Show „Calling Marx“ hätten mehr als 500 Menschen verfolgt. Mittels Licht- und Tonanimation schien der „Nischel“ einen Monolog zur heutigen Zeit zu halten.

„Marx war selbst nie hier“, sagte Hecker. Die Organisatoren waren dennoch mit der Resonanz auf das gemeinsam mit Gewerkschaften und Rosa-Luxemburg-Stiftung gestaltete Fest zufrieden. „Der Nischel“ gehört laut Hecker als Alleinstellungsdenkmal zu der Stadt, die zu DDR-Zeiten den Namen des „Kapital“-Autors trug. „Das ist unsere Geschichte, das verklären wir nicht.“ Die Industriestadt habe aber längst eine neue und wachsende Identität, als „Stadt des Aufbruchs“, „Stadt der Möglichkeiten“ und „Stadt der Moderne“.

Die vom sowjetischen Bildhauer Lew Kerbel (1917-2003) geschaffene bronzene Porträtbüste wurde vom Volksmund „Nischel“ - Sächsisch für Kopf - getauft. Das 7,10 Meter hohe und rund 40 Tonnen schwere Denkmal steht seit November 1971 im Zentrum der Stadt, die von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt hieß.

(dpa)