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| 14:35 Uhr

Auch Cottbuser dabei
Hooligans haben bundesweit für Chemnitz mobilisiert

Rechtsextreme aus mehreren Bundesländern marschierten in Chemnitz mit.
Rechtsextreme aus mehreren Bundesländern marschierten in Chemnitz mit. FOTO: dpa / Sebastian Willnow
Chemnitz. Nicht nur sächsische Rechtsextremisten waren waren bei der Demo am Montag dabei. Sie kamen aus mehreren Bundesländern, auch aus Brandenburg.

Zur Demonstration „Pro Chemnitz“ mit Tausenden Teilnehmern sind nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes Hooligans und Rechtsextremisten aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Es sei überregional für Chemnitz mobilisiert worden und es habe am Montag überregionale Anreisebewegungen gegeben, sagte der Sprecher des sächsischen Verfassungsschutzes, Martin Döring, am Dienstag.

Den Kern hätten sächsische Rechtsextremisten gebildet. Die Szene in Chemnitz um die Hooligan-Gruppen „Kaotic“ und „NS-Boys“ sei virulent und mobilisierungsstark. Es seien vor allem die sozialen Netzwerke genutzt worden, um zur Fahrt nach Sachsen aufzurufen.

Demo-Beobachter hatten am Montagabend unter anderem Rechtsextremisten aus Cottbus (Brandenburg) und Bayern in dem Aufzug identifiziert. Der Verfassungsschutz-Sprecher bestätigte die Teilnahme dieser Gruppierungen. Es sei schwer zu sagen, wie viele Rechtsextremisten und Hooligans in Chemnitz mitgelaufen seien. Allerdings habe deren „scharfe Aggressivität das Demo-Geschehen“ bestimmt, sagte Döring.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) sprach von alarmierenden Bildern gesprochen. Zu der Demonstration seien Chaoten und Hooligans aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Thüringen, Berlin und Brandenburg nach Chemnitz gekommen, er. „Das ist Anlass die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen“, kündigte Wöller an. Die polizeilichen Maßnahmen in Chemnitz sollten erheblich ausgeweitet werden. „Die eingesetzten Beamten haben einen verdammt guten Job gemacht“, sagte der Minister.

Laut Landespolizeipräsident Jürgen Georgie ist im Laufe des Tages die Zahl der prognostizierten Demo-Teilnehmer auf 3000 verdoppelt worden. Nach Angaben Wöllers waren 1500 Demonstranten angemeldet, 7000 seien gekommen, davon 6000 im Lager der Rechtsextremen.

(dpa/uf)