Sachsen beendet seine Werbekooperation mit dem Süßwarenhersteller Haribo. Künftig würden die Gummibärchen nicht mehr zu Werbezwecken für die Imagekampagne „So geht sächsisch“ genutzt, teilte die Staatskanzlei in Dresden mit. Als Grund führte sie die geplante Schließung des einzigen ostdeutschen Haribo-Werks im sächsischen Wilkau-Haßlau an.

Freistaat Sachsen verschenkt Gummibärchen an Schulen

„Die Entscheidung ist sehr bedauerlich“, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber. Damit sei eine weitere Kooperation mit dem Unternehmen nicht mehr möglich. Seit 2014 wurden die Gummibärchen aus Wilkau-Haßlau (Landkreis Zwickau) bei zahlreichen Veranstaltungen in weiß-grünen Sachsen-Tütchen verteilt, um für den Freistaat zu werben. Die Restbestände sollen nun an sächsische Schülerinnen und Schüler verschenkt werden. Im Lager befinden sich laut Staatskanzlei noch rund 16.000 Tütchen.

Haribo begründet Werksschließung mit fehlender Wirtschaftlichkeit

Der Süßwarenhersteller Haribo hatte vor zwei Wochen das Aus für den sächsischen Standort mit 150 Beschäftigten verkündet, weil die Produktion nach Unternehmensangaben nicht mehr wirtschaftlich ist. Zum Jahresende soll Schluss sein.